Eine Kräuterspirale oder ein Kräuterbeet anlegen steht bei vielen Gartenbegeisterten ganz oben auf der Wunschliste und auch für uns am Landsitz war ein Kräuterbeet ein Muss. So war es wenig verwunderlich, dass dieses Projekt eines der ersten war, das wir umsetzten. Wir nehmen dich mit auf eine Reise in die Anfänge unseres Gartens und zeigen dir, was aus dem Projekt Kräuterbeet bis jetzt geworden ist.
Man schrieb das Jahr 2020 und ganz Österreich war von den Corona-Lockdowns zu Untätigkeit verdammt. Ganz Österreich? Nein! Auf einem kleinen Fleckerl Erde in der Oststeiermark herrschte alles andere als Untätigkeit, denn hier entstanden die ersten Grundzüge eines Gartens.

Der Auftrag lautete: Wir ergänzen unseren Küchengarten, der damals nur aus ein paar eilig umgegrabenen Beeten bestand, um ein Kräuterbeet, in der wir alle unsere Lieblingskräuter unterbringen können. Erfahrene Gartenmenschen beginnen spätestens jetzt zu schmunzeln, wir jedoch machten uns voll motiviert ans Werk.
Tatsächlich ist es gar nicht so schwer, einen kleinen Kräutergarten auf der „grünen Wiese“ anzulegen. Wir haben zuerst den Bereich großzügig und schön dick mit Zeitungspapier abgedeckt, um das Gras darunter nicht entfernen zu müssen. Das funktioniert sehr gut und macht wenig Arbeit.
Anschließend stellten wir ein paar Meter Beetbegrenzungs-Dings, das wir geschenkt bekommen haben, so auf, dass ein nierenförmiges Beet entstand. Wir achteten darauf, das Kräuterbeet nicht allzu groß zu machen, damit man es gut bearbeiten und beernten kann. Dann befüllten wir diesen Rahmen mit magerer Erde und deckten das Zeitungspapier rundherum mit Rindenmulch ab.

Um einen kleinen Hügel zu bekommen, entschieden wir uns, das Beetbegrenzungs-Dings doch spiralförmig in die Höhe zu bauen und füllten auch diesen Bereich mit Erde auf. Alles in allem brauchten wir für den Bau dieses Kräuterbeets einen halben Tag, es geht also wirklich sehr schnell. Nachdem wir mit den Erdarbeiten fertig waren, durften die ersten Bewohner einziehen.


Neben dem Salbei pflanzten wir nach und nach Rosmarin, Majoran, Dill, Oregano, ein paar Erdbeeren, Currykraut, Lavendel, Olivenkraut, Bohnenkraut und – wegen ihres Ausbreitungsdrangs vorsorglich in einem eigenen Topf eingesperrt – Minze. So sah das Beet im nächsten Jahr aus:


Und genau hier könnte die Geschichte eigentlich enden mit den Worten: „…und sie ernten immer noch.“ Doch im Garten läuft manches anders als geplant, vor allem, wenn man voller Begeisterung den Ausbreitungsdrang gewisser Kräuter unterschätzt. Es wurde an der Zeit, ein paar Bewohner umzusiedeln. Was übrig blieb, sah im Jahr darauf so aus:

Zum Glück ist ein Garten nie fertig, und so beschlossen wir, unseren Kräutergarten um ein paar Beete zu erweitern. Im Frühling 2023 baute David an Stelle der ersten Gemüsebeete vor dem Küchenfenster eine neue Sonnenterasse und rundherum legten wir weitere Kräuterbeete an, in ganz unterschiedlicher Bauweise: eines wurde mit runden Flusssteinen eingefasst und ein weiteres bekam einen Rahmen aus Altholz. Aufgefüllt wurde mit Ziegelschutt als Drainageschicht und magerer Gartenerde.
Im ursprünglichen Kräuterbeet wächst mittlerweile nur noch das Olivenkraut und der Lavendel, die immer noch prächtig gedeihen, sowie der Salbei – siehe oben – und der hat sich zu einem wahren Monster entwickelt!
TIPP
- Wenn du auch vor hast, ein Kräuterbeet anzulegen, plane von Anfang an ein bisschen mehr Platz für die einzelnen Kräuter. So ersparst du dir und deinen Pflanzen unnötige Umpflanzaktionen.
- Fülle in den ersten Jahren die Lücken mit einjährigen Kräutern wie Dill und Basilikum oder mit essbaren Blüten wie der Ringelblume auf.
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